Die Geschichte von Bornim

Bürgerverein Bornim | Panorama Potsdam-Bornim | Foto: Torsten Giebel
2017 Baubeginn für die neue Grundschule Bornim. Sie ist für 300 Schülerinnen und Schüler ausgelegt, der Bau beinhaltet auch einen Hortbereich, eine Einfeld-Sporthalle und Außenanlagen für den Schulsport, zu denen ein Kleinspielfeld, eine 60-Meter-Laufbahn sowie Pausen- und Hortfreiflächen gehören. Die Schule wird auf dem Gelände des Bürgerhaus Bornim gebaut.
2015 Berechnungen des Institutes für Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg ergeben, dass der Mittelpunkt von Potsdam in Bornim, auf einem Feld zwischen Amundsenstraße und verlängerter Amtsstraße, liegt. Die genauen Koordinaten lauten: 13,029405 Grad östlicher Länge und 52,426149 Grad nördlicher Breite.
2015 Am Standort der alten Bornimer Schule in der Potsdamer Str. wird eine neue Grundschule eröffnet. Die Schule nimmt ihren Betrieb zunächst in einem Provisorium (Container) auf. Gleichzeitig beginnen die Bauarbeiten für den Bau eines neuen Schulgebäudes am selben Standort.
2009 Eröffnung einer Kindertagesstätte („Neunmalklug“) im Haus 1 der ehemaligen Bornimer Schule an der Mitschurinstraße
2003-2006 Durch die Festsetzung der Bebauungspläne 11 (Bornim-Hügelweg) und 12 (Bornim-Gutsstraße) schafft die Stadt Potsdam die Voraussetzungen für den stärksten Einwohnerzuwachs in der Geschichte von Bornim durch den Bau zahlreicher Einfamilien- und Doppelhäuser.
2001 Die Bornimer (Lennésche) Feldflur ist wesentlicher Bestandteil der Bundesgartenschau in Potsdam
2000 Eröffnung des Bürgerhauses der Arbeiterwohlfahrt im Haus 2 der ehemaligen Schule an der Potsdamer Straße
1999 Schließung der Bornimer Schule (Verlagerung nach Bornstedt)
1996 Anordnung des Flurbereinigungsverfahrens und der Wiederherstellung der Bornimer (Lennéschen) Feldflur
1992 Gründung eines neuen Instituts für Agrartechnik
1990 Gründung der AGRO Uetz-Bornim GmbH (in Bornim Ackerwirtschaft und Rinderweide)
1989-1990 Friedliche Revolution in der DDR und Beitritt zur BRD; die Anpassung der Wirtschaftsstruktur führt zur Privatisierung der Bornimer Betriebe und zur Auflösung der landtechnischen Institutionen (Zentrale Prüfstelle und Institut)
1971 Einrichtung des Hauses 2 der Bornimer Schule an der Potsdamer Straße
1960 Kollektivierung von Landwirtschafts- und Gartenbaubetrieben (LPG Typ I „Max Eyth“ und GPG „Fortschritt“)
1953 Gründung der Schiffbauversuchsanstalt (SVA) am Sacrow-Paretzer Kanal
1953 Das Versuchsgut wird der 1951 gegründeten Akademie der Landwirtschaftswissenschaften zu Berlin zugeordnet und in den folgenden Jahren als völlig neues Institut für Landtechnik aufgebaut
1949 Politische Teilung Deutschlands nach Gründung der BRD im Westen und der DDR im Osten
1939-1945 Zweiter Weltkrieg und Besetzung des Ostens Deutschlands durch die Sowjetunion; Bornim ist Ende April 1945 direkt von Kampfhandlungen mit Toten und Zerstörungen betroffen, der Gefallenen wird durch eine Tafel in der Kirche gedacht; das Versuchsgut Bornim wird zur Versorgung der sowjetischen Truppen eingesetzt
1935 Bornim wird Ortsteil von Potsdam
1933 Das Versuchsgut Bornim wird aus der Landwirtschaftlichen Hochschule Berlin ausgegliedert und in die Preußische Versuchs- und Forschungsanstalt für Landarbeit umgewandelt
1928 Anlage eines Schlepperprüffelds mit Ackerprüfbahnen in der Nähe des Gutes
1927 Das Gut Bornim fällt durch den Hohenzollern-Vergleichsvertrag an den preußischen Staat und wird als Versuchsgut der Landwirtschaftlichen Hochschule Berlin übergeben
1921 Einweihung des Kriegerdenkmals auf der Mittelinsel der Straße vor der Kirche
1920 Einrichtung eines Freigeländes für die Preußische Versuchsanstalt für Wasser-, Erd- und Schiffbau (VWS) Berlin am Sacrow-Paretzer Kanal
1920 Stromversorgung durch die Kreiselektrizitätswerke
1914-1918 Erster Weltkrieg und Abdankung des Kaiser- und Königshauses Hohenzollern; an die gefallenen Soldaten aus Bornim erinnern ein Denkmal vor und eine Tafel in der Kirche
1912 Anschluss Bornims an die Trinkwasserversorgung durch das Wasserwerk Nedlitz und Bau des Trinkwasserbehälters auf dem Pannenberg
1910 Karl Foerster verlegt seine Gärtnerei nach Bornim (Beginn der Staudenzucht)
1903 Inbetriebnahme der Bornimer Gasanstalt (Straßen- und Hausbeleuchtung)
1903 Fertigstellung einer neuen größeren Kirche in Bornim
1902 Inbetriebnahme der Eisenbahnstrecke Wildpark-Nauen mit Bahnhof Bornim-Grube
1899 Einweihung des Neuen Friedhofs an der Golmer Chaussee
1897 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Bornim; Errichtung eines neuen größeren Schulgebäudes
1875 Anlage des jetzigen Alten Friedhofs am Fuße des Pannenbergs
1870-1871 Deutsch-Französischer Krieg; Bornim hatte tote und verletzte Soldaten durch die Kämpfe zu beklagen
1860 In das alte Pächterhaus kommt das Kinderheim „Bethesda“, das zuvor in Marquardt untergebracht war
1844 Errichtung des neuen Gutes Bornim durch Persius und Anlage der Bornimer Feldflur nach den Plänen von Peter Joseph Lenné
1840 Bau der Potsdamer Straße in Bornim und Errichtung des Schutzengeldenkmals von Persius als Dank an König Friedrich Wilhelm III. für den Straßenbau
1815-1843 Separation des landwirtschaftlichen Eigentums für die Gemarkung Bornim (Agrarreform, Überwindung der 3-Felder-Wirtschaft, Hütungsbefreiung etc.)
1819 Bau eines neuen Schulhauses in Bornim
1806-1813 Unterwerfung und Besetzung Preußens durch Frankreich; neben einigen Toten und Verletzten aus den Kämpfen gab es in Bornim etliche Tote durch eingeschleppte Seuchen
1781 Auf Anordnung und Kosten des Königs werden 16 Kolonisten per Erbverschreibung auf acht Grundstücken mit Doppelhäusern südlich des Weges nach Grube und mit Land vom gegenüberliegenden ehemaligen Lustgarten angesiedelt (Kolonie Neu-Bornim)
1760 Befehl des Königs Friedrich II. zum endgültigen Abriss des Bornimer Lusthauses und Verwendung als Baumaterial für das von Potsdam nach Bornim verlegte Amt
1746 Umbau der Feldsteinkirche und Errichtung eines neuen Glockenturms
1685 Edikt von Potsdam; religiös verfolgte Hugenotten kamen in das vom 30jährigen Krieg wirtschaftlich geschwächte Brandenburg und trugen zur Erstarkung des Landes bei
1678 Abschluss des Baus des Lusthauses in der kurfürstlichen Gartenanlage in Bornim
1664 Der Kurfürst erwirbt das Gut des v. Schlabrendorff zurück und ist damit einziger Besitzer der Adelsgüter von Bornim (35 Ritter-Hufen); Auftrag an den holländischen Planteur Dirk van Langelaer zur Gestaltung der Gartenanlagen auf dem Bornimer Rittergut
1635 Anfangsjahr der von Bornim noch erhaltenen Kirchenbuchaufzeichnungen
1618-1648 Dreißigjähriger Krieg; Bornim auf der Insel Potsdam war weniger von Kämpfen als von der Pest betroffen; weitere Folgen waren wüste Höfe und Verluste an Handwerkern
1539 Martin Luthers Reformation wird durch Kurfürst Joachim II. in Brandenburg eingeführt
1500 Ungefährer Zeitpunkt einer Feldsteinkirche mit Kirchfriedhof in Bornim; die zwei heute noch verwendeten Glocken (eine mit 6 Pilgerzeichen) stammen aus dem 15. Jh.
1451 Nach dem Schoßregister hat Bornim 60 Hufen, davon der Pfarrer 5, Fam. v. d. Gröben 11, Brant 4, Falkenrehde 15 freie Hufen (Bamme gibt es nicht mehr); von 29 Hufen erfolgen Abgaben, 3 sind wüst; es gibt etliche Kossäten, 1 Dorfkrug und 1 Mühle
1375 Nach dem Landbuch des Kaisers Karl IV. hat Bornim 63 Hufen, davon der Pfarrer 5, die Adligen Brant 7, Fam. v. d. Gröben 10, v. Falkenrehde 9 und Bamme 4 freie Hufen, sowie der Schulze 2; es gibt 21 Kossäten und 1 Dorfkrug
1323 Verkauf des Eigentums der Insel Potsdam mit der Stadt Potsdam und den Dörfern Bornstedt, Golm, Grube und Bornim und zwei Höfen (Eiche u. Albrechtshof) durch den Landesherrn an das Domkapitel zu Brandenburg a. d. Havel
1286 Erste urkundliche Erwähnung des Dorfes und der Kirche Bornim (Schenkung an das Kloster Spandau)
1157 Eroberung des wendischen Fürstensitzes Brandenburg a. d. Havel durch den Askanier Albrecht I. (der Bär), dem ersten Träger der brandenburgischen Markgrafenwürde, als Ausgangspunkt der deutschen Besiedlung der Mark Brandenburg

Was sagt Potsdam über Bornim

Der nördlichste Bezirk der Stadt ist durch seinen überwiegend ländlichen Charakter geprägt. Er vereinigt die ehemaligen Siedlungen Bornim und Bornstedt.

Der aus ehemaligen Konversionsflächen entstandene Volkspark lockt Einheimische ebenso wie Touristen mit weitläufigen Parkanlagen, Biosphärenhalle, Freilichtbühne, Spielstätten für Kinder und Jugendliche. Der Lennésche Feldflur mit umfangreichen Wander- und Radwegen ist besonders beliebt bei Erholungssuchenden und Familien.

In Ergänzung zu den dörflich geprägten Ortslagen Bornim und Bornstedt sowie am Rande des BUGA-Parkes sieht die Stadtplanung Wohnungsbau mit überwiegend Ein- und Zweifamilienhäusern vor. Eine gut entwickelte Infrastruktur macht die Zentrumslage von Bornim-Bornstedt ebenso attraktiv wie das beliebte Ausflugsziel „Krongut Bornstedt“ in der unmittelbaren Nähe der Parkanlagen von „Sanssouci“.

Der nahegelegene Friedhof Bornstedt lädt zum Verweilen ein. Hier sind die Grabstätten bedeutender Persönlichkeiten der Geschichte zu finden, beispielsweise Hofarchitekt Ludwig Persius (1803-1845) und Gartenarchitekt Peter Joseph Lenné (1789-1866).

Quelle: https://www.potsdam.de/content/bornim-bornstedt-nedlitz

Was weiß Wikipedia über Bornim?

Bornim ist ein Gemeindeteil der brandenburgischen Hauptstadt Potsdam und liegt in Potsdam-Nord angrenzend an die Ortsteile Bornstedt und Nedlitz an der B 273.

Im Jahre 1335 wird das Gut als Besitz der Groebens bezeichnet. Seit dem 14. Jh. wechselte das Dorf dann häufig den Besitzer ehe es 1663 Domäne des Großen Kurfürsten wurde. Dieser legte hier 1664 einen Garten und 1672–1677 ein Lustschloss an, das 1756 abgerissen wurde. Friedrich II. und seine Nachfolger nutzten das Gelände für Militärmanöver. 1902 entstand die heutige Dorfkirche, erbaut von Ludwig von Tiedemann. 1912 hat der Staudenzüchter Karl Foerster auf einem 5.000 m² großen Acker in Bornim den Karl-Foerster-Garten angelegt, der auch heute noch zu den Hauptsehenswürdigkeiten des Ortes gehört. 1935 wurde Bornim dann nach Potsdam eingemeindet.

In der Ortsmitte erinnert ein Ehrenmal an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Das Gelände des Karl-Foerster-Gartens ist heute Teil des Leibniz-Instituts für Agrartechnik Bornim, das von Sylvester Rosegger 1952 als Institut für Landtechnik ins Leben gerufen wurde. Bornim verfügt auch über ein von Rolf Göpfert erbautes Kulturhaus.

Neben den genannten Personen wirkten oder wirken im Ort:

Text-Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Bornim

Foto-Quelle: „Kirche Bornim“ von Karsten Knut Knuth. Lizenziert unter Attribution über Wikimedia Commons – http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kirche_Bornim.JPG#mediaviewer/File:Kirche_Bornim.JPG